Die Linke-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat der CDU vorgeworfen, mit ihrer aktuellen Kampagne gegen den Fachärztemangel die Wähler zu täuschen. Der gesundheitspolitische Sprecher Torsten Koplin teilte mit, die CDU trage selbst die Verantwortung für die Probleme, da sie von 2013 bis 2021 das Bundesgesundheitsministerium geführt habe.
Eine kurzfristige Lösung des Facharztmangels sei unrealistisch, da die Ausbildung zehn bis zwölf Jahre dauere.
Koplin verwies darauf, dass die Linke bereits frühzeitig auf die Entwicklung hingewiesen habe. Die damaligen Antworten des CDU-geführten Gesundheitsministeriums in Schwerin auf Anfragen hätten suggeriert, es gebe keine Probleme.
Inzwischen habe die rot-rote Landesregierung Maßnahmen wie die Schulgeldfreiheit für Gesundheitsberufe umgesetzt.
Als Lösungsansätze nannte die Linke eine bessere Bindung von Ärzten an das Land sowie eine stärkere Einbindung der Krankenhäuser in die ambulante Versorgung. Nötig sei dabei die Zusammenarbeit von Bund, Land, Kommunen und medizinischen Verbänden.
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