SPD in der Krise: Politikwissenschaftler kritisiert Führungsschwäche und Überforderung der Partei

Der Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder fällt nach den ersten 100 Tagen der schwarz-roten Regierung ein hartes Urteil über die SPD. Die Partei sei „mit enormen Problemen in diese Koalition gekommen“ und wirke bislang „überfordert“, sagte der Politologe von der Universität Kassel dem „Spiegel“.

Eine Strategie der Parteivorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil lasse sich noch nicht erkennen. „Die Doppelrolle von Bas und Klingbeil funktioniert noch nicht“, sagte Schroeder. „Beide sind so stark mit dem Regieren beschäftigt, dass von ihnen bislang keine Impulse für die Partei kommen.“

Arbeitsministerin Bas, die beim Parteitag im Juni mit über 95 Prozent zur Vorsitzenden gewählt wurde, scheine nicht zu wissen, „was sie mit ihrer Macht anfangen soll“, sagte Schroeder. Ihr Renommee in der Partei beruhe bislang auf „einer biografischen Kompetenzvermutung“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    DM-Chef Christoph Werner fordert Lockerung der Apothekenpflicht für Medikamente und spricht sich für Innovationen im Gesundheitswesen aus

    Der Chef der Drogeriekette DM, Christoph Werner, spricht sich für eine Lockerung der Apothekenpflicht für bestimmte Medikamente aus. „Medikamente werden heute nicht mehr vom Apotheker hergestellt, sondern sind konfektioniert“, sagte…

    Organspende-Debatte im Bundestag: Sozialverband SoVD fordert mehr Aufklärung und Solidarität

    Vor der Bundestagsdebatte zur Organspende an diesem Donnerstag begrüßt der Sozialverband Deutschland (SoVD) die Initiative von Parlamentariern für eine Reform.Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier sagte der „Rheinischen Post“: „Die Zahl der…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert