Mecklenburg-Vorpommern hat im Jahr 2022 die zweithöchste Investitionsquote aller Bundesländer erreicht. Das teilte das Statistische Amt des Landes am Dienstag mit.
Im Jahr 2022 wurden insgesamt 14,8 Milliarden Euro in neue Anlagen investiert.
Die Investitionen stiegen in neue Anlagen preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 16,6 Prozent an, so stark wie in keinem anderen Bundesland (Bundesdurchschnitt: -0,9 Prozent). Der Anteil der Bruttoanlageinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt (Investitionsquote) lag im Nordosten bei 25,9 Prozent, nur Niedersachsen hatte mit 29,8 Prozent eine höhere Investitionsquote.
Im Bundesmittel lag die Investitionsquote bei 21,7 Prozent.
In neue Ausrüstungen und sonstige Anlagen (Maschinen, Geräte, Fahrzeuge, Forschung und Entwicklung, Software, Urheberrechte usw.) wurden 6,8 Mrd. Euro in Mecklenburg-Vorpommern investiert. Dies entspricht einem Anteil von 46,3 Prozent an den Investitionen insgesamt.
In neue Bauten (Wohn- und Nichtwohngebäude, Straßen, Brücken usw.) wurden 7,9 Mrd. Euro investiert, was einem Anteil von 53,7 Prozent entspricht.
Im Wirtschaftssektor Land- und Forstwirtschaft, Fischerei wurden 3,6 Prozent (540 Millionen Euro) der gesamten Investitionen in neue Anlagen im Nordosten getätigt. In keinem anderen Bundesland war der Investitionsanteil im Primärsektor größer (Bundesdurchschnitt 1,4 Prozent).
Der Anteil der Investitionen, der in den Sekundärsektor (Produzierendes Gewerbe) floss, lag bei 13,6 Prozent (2,0 Mrd. Euro) und war nur in Berlin (11,3 Prozent) niedriger (Bundesdurchschnitt 22,5 Prozent). Im Dienstleistungssektor wurden 82,8 Prozent (12,2 Mrd. Euro) der Gesamtinvestitionen getätigt.
Dies ist der dritthöchste Wert nach den Stadtstaaten Berlin und Hamburg (88,7 Prozent und 83,0 Prozent). In Deutschland insgesamt wurden 76,1 Prozent der neuen Anlagen im Dienstleistungssektor errichtet.
Die meisten neuen Ausrüstungen und sonstigen Anlagen in Mecklenburg-Vorpommern wurden im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation mit einem Umfang von 2,7 Mrd. Euro angeschafft.
Dort wurden 39,8 Prozent der gesamten Investitionen in neue Ausrüstungen und sonstigen Anlagen im Land getätigt. 25,5 Prozent (1,7 Mrd. Euro) der Investitionen in neue Ausrüstungen und sonstige Anlagen flossen in den Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit.
Im Produzierenden Gewerbe wurden 1,3 Mrd. Euro (19,6 Prozent) in neue Ausrüstungen und sonstige Anlagen investiert.
Über die Hälfte der Investitionen in neue Bauten im Nordosten wurde im Grundstücks- und Wohnungswesen mit 4,5 Mrd. Euro (57,1 Prozent) getätigt. 23,6 Prozent der Investitionen in neue Bauten flossen in den Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit.
8,4 Prozent (667 Millionen Euro) der Investitionen in neue Bauten im Land entfielen auf das Produzierende Gewerbe.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

