Die Wasserschutzpolizeiinspektion Wismar hat am Montagabend ein aufwändiges, aber erfolgreiches Ausfahrmanöver des Kreuzfahrtschiffes Disney Adventure durchgeführt. Aufgrund der Größe des Schiffes und der geringen Wassertiefen in der Wismarbucht war eine detaillierte Vorbereitung sowie eine enge Abstimmung mit den beteiligten Behörden erforderlich.
Diese umfassten das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee, die Hansestadt Wismar, die Meyer-Werft und den Schiffseigner. Wegen ungünstiger Wetterbedingungen musste das Auslaufen mehrfach kurzfristig verschoben werden, was zur Sperrung des Wismarer Hafens für den gesamten Schiffsverkehr führte.
Gegen 18:30 Uhr begann der Schleppvorgang unter Einsatz von vier Schleppern.
Die Wasserschutzpolizei begleitete den Schleppverband mit drei Einsatzbooten, darunter dem Küstenstreifenboot Hoben. Ein enger Kontakt zu den Schiffen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ostsee war während des gesamten Einsatzes notwendig.
Um die Sicherheit während des Schleppens zu gewährleisten, wurde ein Sicherheitsbereich um den Schleppzug eingerichtet, der von der Wasserschutzpolizei veröffentlicht wurde.
Im Verlauf des Einsatzes mussten die Beamten insgesamt elf Sportboote, darunter eine Segelyacht, aus dem gesperrten Sicherheitsbereich verweisen. Auch zwei Jetskis, die sich unberechtigt im Sicherheitsbereich aufhielten, wurden durch die Wasserschutzpolizei entfernt.
Aufgrund des hohen Publikumsaufkommens wurde die Seebrücke Wismar-Wendorf kurzzeitig gesperrt. Der wasserschutzpolizeiliche Einsatz endete mit dem Verlassen des Wismar-Fahrwassers durch die Disney Adventure am 2. September gegen 01:00 Uhr.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

