Mecklenburg-Vorpommern schöpft Rekordsumme aus Straftaten ab

Die vier Staatsanwaltschaften in Mecklenburg-Vorpommern haben im vergangenen Jahr rund 16,9 Millionen Euro aus Straftaten abgeschöpft. Dies ist ein Rekordwert für das Bundesland, wie das Justizministerium in Schwerin am Sonntag mitteilte.

Bislang wurden davon etwa zehn Millionen Euro an geschädigte Privatpersonen und staatliche Institutionen ausgezahlt.

Justizministerin Jacqueline Bernhardt betonte, die Vermögensabschöpfung sei ein wirksames Mittel gegen Kriminalität, insbesondere aus dem Bereich organisierter Täterstrukturen. Sie verwies auf den Beschluss der Justizministerkonferenz von 2024, der eine Optimierung des Vermögensabschöpfungsrechts fordert – einschließlich der Berücksichtigung von Gewinnen aus der Zurschaustellung von Straftaten im Internet.

Generalstaatsanwältin Christine Busse wies auf die gestiegene Anzahl von Verfahren mit Finanzermittlungen und Vermögensabschöpfungsmaßnahmen hin.

Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe habe konkrete Empfehlungen für gesetzliche Nachjustierungen erarbeitet, die zeitnah umgesetzt werden sollten, um das Instrument der Vermögensabschöpfung weiterhin effektiv einsetzen zu können.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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