Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat zum neuen Schuljahr 675 neue Lehrkräfte eingestellt. Dies sind die zweitbesten Einstellungszahlen zum Schuljahresbeginn innerhalb der letzten zehn Jahre, wie das Bildungsministerium in Schwerin am Dienstag mitteilte.
Im Vergleich zum Vorjahr mit 631 Einstellungen zeigt sich damit eine positive Entwicklung.
Unter den neuen Lehrkräften befinden sich 215 ehemalige Referendare, die direkt nach ihrem Vorbereitungsdienst übernommen wurden, sowie 244 Seiteneinsteiger, was einer Quote von 36 Prozent entspricht. Bildungsministerin Simone Oldenburg betonte, dass Seiteneinsteiger nach wie vor unverzichtbar seien, da zu wenige Lehramtsabsolventen die Hochschulen verließen.
Die Qualifizierung der Seiteneinsteiger umfasst eine dreimonatige Vorqualifizierung und eine insgesamt über vier Jahre dauernde Ausbildung.
Bis 2030 müssen im Land noch weit über 3.300 Lehrkräfte eingestellt werden, von denen das Land nur etwa 2.300 selbst ausbilden kann. Das bedeutet, dass in den kommenden fünf Jahren etwa 1.000 Lehrkräfte benötigt werden, die kein Lehramtsstudium in Mecklenburg-Vorpommern absolviert haben.
Derzeit können neun von 478 allgemeinbildenden Schulen die Kontingentstundentafel nicht erfüllen.
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