Grüne Jugend fordert strukturelle Veränderungen für Ostdeutschland

Die Grüne Jugend Mecklenburg-Vorpommern hat anlässlich des 35. Jahrestags der Deutschen Einheit eine ehrliche Bilanz der Wiedervereinigung gefordert. Die Jugendorganisation kritisierte, dass ostdeutsche Regionen weiterhin unter Abwanderung, Überalterung und schwächerer Infrastruktur leiden würden, und bezeichnete die Privatisierungen der 1990er Jahre als politischen Fehler.

Konkret forderte die Grüne Jugend die Rückführung privatisierter Wohnungen in öffentliche oder genossenschaftliche Trägerschaft sowie die Stärkung der Tarifbindung durch staatliche Auftragsvergabe.

Zur Sicherung der Zukunft schlug die Organisation einen Sonderfonds ‚Jung & Ost‘ zur Unterstützung von Projekten, Bildung und Unternehmensgründungen in Ostdeutschland vor.

Als Abschluss einer Aktionswoche plant die Grüne Jugend eine gemeinsame Aktion am 11. Oktober beim Bundeskongress in Leipzig, zu der auch Pressevertreter eingeladen sind. Die Organisation betonte, dass politische Entscheidungen der Vergangenheit auch politisch korrigiert werden müssten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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