Mecklenburg-Vorpommern erweitert Landarztgesetz

Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat einen Gesetzentwurf zur Stärkung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum in den Landtag eingebracht. Das teilte das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport mit.

Die Landesregierung will damit auf den steigenden Altersdurchschnitt und den Fachkräftemangel in dünn besiedelten Regionen reagieren.

Künftig sollen neben Studienplätzen in Humanmedizin auch Plätze in Zahnmedizin und Pharmazie an Bewerber vergeben werden, die sich zur langfristigen Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern verpflichten. Ein Teil der Medizinstudierenden kann nach der Approbation zudem in unterbesetzte Facharztbereiche wie Augenheilkunde, HNO, Frauenheilkunde, Dermatologie, Urologie und Neurologie wechseln.

Laut Drese wird bei der Auswahl künftig stärker auf die persönliche Eignung für die Arbeit in ländlichen Regionen geachtet.

Empathie und Sozialkompetenz sollen neben der Abiturnote entscheidend sein. Der Gesetzentwurf gilt als in Deutschland einmalig und geht nun in die Ausschussberatungen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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