Die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat die Bundesregierung aufgefordert, die Defizite der elektronischen Patientenakte umgehend zu beseitigen. Der gesundheitspolitische Sprecher Torsten Koplin teilte mit, die seit Oktober verpflichtende Akte sei zwar grundsätzlich sinnvoll, weise aber erhebliche Mängel in der praktischen Anwendung auf.
Koplin betonte, der Wert der elektronischen Patientenakte hänge davon ab, wie funktionstüchtig und akzeptiert sie sei.
Besonders wichtig sei, dass die Akte auch für Rettungsdienstmitarbeiter im Einsatz nutzbar gemacht werde. Zudem müssten Unklarheiten über die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschungszwecke ausgeräumt werden.
Nur eine sichere und vollständig einsetzbare elektronische Patientenakte könne zu einer verbesserten Versorgung der Patienten in allen Bereichen des Gesundheitswesens beitragen, so der Politiker.
Die Akte ermögliche zwar den Zugriff auf medizinische Daten an jedem Ort in Deutschland und könne Doppeluntersuchungen vermeiden, doch müssten die aktuellen Probleme zügig gelöst werden.
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