Die für Freitag vor dem Schweriner Untersuchungsausschuss geplante Befragung des Altbundeskanzlers und Verwaltungsratspräsidenten der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2, Gerhard Schröder, wird unter dem Vorbehalt seiner gesundheitlichen Verfassung stattfinden.
„Wenn es ihm zu viel wird, wird er um eine Pause bitten oder um eine Unterbrechung“, sagte sein Rechtsanwalt Hans-Peter Huber dem „Spiegel“, „gegebenenfalls muss die Befragung dann an einem anderen Tag fortgeführt werden“. Das entspräche den Regeln des Strafprozesses, „die hier sinngemäß gelten“.
Der Berliner Rechtsanwalt bezweifelt, dass Schröder, der als Schlüsselzeuge in der Aufklärung um den Bau der umstrittenen Pipeline und der Rolle der dubiosen Umwelt- und Klimastiftung MV gilt, wirklich etwas zur Aufklärung beitragen kann.
Huber: „Inhaltlich sind keine Überraschungen zu erwarten, da der Zeuge alle wesentlichen Fragen bereits in einer ausführlichen schriftlichen Stellungnahme beantwortet hat.“
Bereits am 11. April hatte Schröder in einer schriftlichen Erklärung Kritik an den Gaspipelines zurückgewiesen. „Während meiner Zeit als Bundeskanzler war mir stets bewusst, dass Deutschland ein rohstoffarmes Industrieland ist, dessen Wohlstand nur gemehrt und auch nur erhalten werden kann, wenn dieses Land am globalen Markt konkurrenzfähig ist und bleibt“, schrieb Schröder.
Dies erfordere eine günstige und sichere Energie.
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