Die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat sich für ein sofortiges Verbot von Lootboxen und glücksspielähnlichen Mechanismen in Videospielen ausgesprochen. Der kinder- und jugendpolitische Sprecher Christian Albrecht erklärte am Freitag, diese Elemente würden wie „digitale Drogen“ wirken und gezielt Kinder in die Abhängigkeit treiben.
Albrecht kritisierte, dass die Spieleindustrie mit psychologischen Tricks und Belohnungsschleifen heranwachsende Gehirne manipuliere.
Jeder Kauf einer Lootbox könne im schlimmsten Fall zu Überschuldung, zerbrochenen Familien und massiven psychischen Problemen führen. Während klassische Glücksspiele streng reguliert seien, dürften Konzerne mit Lootboxen weiterhin gezielt Kinder und Jugendliche ins Visier nehmen.
Die Fraktion fordert mindestens eine strenge Regulierung mit verbindlicher Altersverifikation ab 18 Jahren und vollständiger Transparenz der Gewinnwahrscheinlichkeiten.
Spielehersteller müssten für Glücksspielelemente Lizenzen beantragen und staatlich kontrolliert werden. Zudem seien Präventionskampagnen an Schulen nötig, um Eltern und Kinder aufzuklären.
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