Koalitionspolitiker dämpfen vor Friedensgesprächen in Abu Dhabi Erwartungen

Außenpolitiker der Regierungskoalition haben vor zu hohen Erwartungen an die nächste Runde der Friedensgespräche von Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi gewarnt.

„Russland zeigt durch seine bewussten Angriffe auf Kiews Energieinfrastruktur, dass der Kreml kein Interesse an Frieden hat, sondern den kalten Winter nutzt, um die Moral des ukrainischen Volkes zu untergraben“, sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Der Zweck der Verhandlungen ist für Putin der Zeit- und Punktgewinn, sein Ziel bleibt die Unterwerfung der Ukraine und die Schwächung des freien Europas.“ Es sei zu hoffen, dass US-Präsident Donald Trump sich nicht „auf diese Spielchen“ einlasse. Es dürfe keinen Scheinfrieden geben.

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, drängt auf eine Waffenruhe als nächsten Schritt und auf eine Lösung, die der Ukraine nicht übergestülpt wird. „Entscheidend ist, dass es um einen gerechten und tragfähigen Frieden geht und nicht um symbolische Formate oder einseitige Arrangements. Bei fehlenden substantiellen Ergebnissen müssen die Europäer noch einmal stärker weitere Sanktionsmöglichkeiten prüfen und den Druck auf die USA erhöhen, ebenfalls Maßnahmen zu beschließen“, sagte Ahmetovic dem RND. Die Gespräche sollen am Mittwoch beginnen und sind für zwei Tage angesetzt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Zupke: Gesetzentwurf für DDR-Zwangsdoping-Opfer noch dieses Jahr nötig

    Die SED-Opferbeauftragte des Bundestags, Evelyn Zupke, fordert eine dauerhafte finanzielle Unterstützung für Opfer des DDR-Zwangsdopings. „Dabei geht es um Menschen, die als Minderjährige vom Staat für den Leistungssport missbraucht wurden…

    Fünf Jahre nach Taliban-Machtübernahme: Menschenrechtler dokumentieren Tausende Fälle öffentlicher Auspeitschungen in Afghanistan

    Fünf Jahre nach der erneuten Machtübernahme der Taliban haben afghanische Menschenrechtler Tausende Fälle öffentlicher Auspeitschungen in Afghanistan dokumentiert.Zwischen dem 22. Februar 2022 und dem 21. April 2026 seien mindestens 2.745…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert