Lettland drängt auf schnelleren Bau von Rail Baltica für militärische Sicherheit

Mit Blick auf die militärischen Fähigkeiten der Nato dringt der lettische Verkehrsminister Atis Svinka auf ein schnelleres Bautempo beim milliardenschweren Bahnprojekt Rail Baltica.

„Wir müssen jetzt alle Kräfte mobilisieren und zeigen, dass wir vorankommen“, sagte Svinka dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Sein Land wisse seit Langem, „dass Russland eine Bedrohung ist“, sagte der Politiker und ergänzte: „Wir brauchen sichere Verteidigungskorridore. Dazu zählen Rail Baltica sowie unsere Häfen.“ Svinka riet Ländern wie Deutschland außerdem dazu, mehr Geld für Rüstung auszugeben.

Rail Baltica gilt als Jahrhundertprojekt. Die zweigleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke soll das Baltikum mit dem mitteleuropäischen Bahnnetz verbinden, der Bau wird mindestens noch bis 2030 dauern. Das Bahnprojekt hat nicht nur, aber auch einen militärischen Hintergrund: Die Strecke wird eine einheitliche europäische Spurbreite haben – im Fall eines russischen Angriffs könnten Truppen und militärisches Gerät wie Panzer schnell von West nach Ost befördert werden.

Svinka, der seit 2025 lettischer Verkehrsminister ist, sprach von einer Notwendigkeit, geschaffene Infrastrukturen zu schützen. Fünf Prozent für Rüstung und Sicherheit auszugeben, sei deshalb nötig, forderte er mit Blick auf das Zwei-Prozent-Ziel der Nato. „Das ist unsere Expertise, die wir Europa weitergeben können“, sagte er dem RND.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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