Bundesweite Razzia gegen rechtsextreme Jugendgruppen in zwölf Bundesländern

Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwochmorgen aufgrund von Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs rund 50 Objekte in zwölf Bundesländern durchsuchen lassen.

Die Maßnahmen richten sich gegen insgesamt 36 Beschuldigte, die verdächtigt werden, Mitglieder der rechtsextremistischen Vereinigungen „Jung & Stark“ und „Deutsche Jugend Voran“ zu sein, teilte der Generalbundesanwalt mit. Diese Gruppierungen existieren seit Mitte 2024 und sind bundesweit organisiert.

Die Durchsuchungen fanden in etlichen Bundesländern statt, darunter Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Den Beschuldigten wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, wobei einige von ihnen als Jugendliche oder Heranwachsende gehandelt haben sollen. Zudem wird mehreren Beschuldigten Rädelsführerschaft zur Last gelegt.

Es besteht der Verdacht, dass die Mitglieder der beiden Gruppen zu Gewalttaten gegen politische Gegner sowie gegen vermeintlich Pädophile aufgerufen haben. Einige Beschuldigte sollen bereits Angriffe auf Angehörige der linken Szene oder Personen, die sie für pädophil hielten, verübt haben. Die heutigen Durchsuchungen dienen dazu, die bestehenden Verdachtsmomente aufzuklären. Festnahmen haben bislang nicht stattgefunden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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