Linke: Kita-Debatte in Mecklenburg-Vorpommern erfordert Ehrlichkeit

Die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler, hat sich zur aktuellen Diskussion über die Zukunft der Kitas in Mecklenburg-Vorpommern geäußert. Sie kritisierte die Darstellung der CDU, die in der Aktuellen Stunde ein dramatisches Bild zeichnete.

Rösler betonte, dass zwar einige Kitas vor Herausforderungen stehen, jedoch Untergangsszenarien nicht hilfreich seien. Stattdessen sei es wichtig, Lösungen für den demografischen Wandel und echte Qualitätsverbesserungen in der frühkindlichen Bildung zu finden.

Rösler wies darauf hin, dass die CDU zwar das Volksbegehren zur Verbesserung der Kita-Qualität unterstütze, jedoch in ihren eigenen Forderungen hinter der Rhetorik zurückbleibe.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Daniel Peters, habe selbst eingeräumt, dass die umfassenden Forderungen des Volksbegehrens zu weitreichend seien. Nach Berechnungen des Bildungsministeriums würden die Forderungen des Volksbegehrens bis zu 800 Millionen Euro jährlich kosten und rund 13.000 zusätzliche Fachkräfte erfordern.

Die Linksfraktion betont, dass die Anliegen des Volksbegehrens nachvollziehbar seien und in die richtige Richtung gingen.

Es sei entscheidend, realistische und schrittweise Verbesserungen zu verfolgen, um die Fachkräfte im System zu halten und die Qualität der frühkindlichen Bildung zu sichern. Rösler hob hervor, dass die Landesmittel für die Kindertagesförderung seit 2018 mehr als verdoppelt wurden und dass es wichtig sei, die Fachkräfte in der Branche zu unterstützen, um eine starke soziale Infrastruktur zu gewährleisten.

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