Die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat gemeinsam mit der SPD einen Antrag zum gleichberechtigten Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen in Zeiten der Digitalisierung eingebracht. Das hat der finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin, am Freitag mitgeteilt.
Koplin betonte, dass die Digitalisierung in der Verwaltung kein Selbstzweck sei, sondern den Menschen dienen müsse.
Digitale Angebote dürften keine Türen für Menschen ohne Internetanschluss oder teure Endgeräte zuschlagen. Während Berufstätige von digitalen Anträgen profitierten, sei der Gang zum Amtstresen für viele ältere Menschen die Grundvoraussetzung, um zu ihrem Recht zu kommen.
Die Fraktion fordert einen garantierten analogen Zugang zu allen zentralen Leistungen ohne digitalen Zwang.
Die Erreichbarkeit vor Ort müsse das Rückgrat der Verwaltung bleiben. Effizienzgewinne durch Automatisierung dürften nicht für Stellenstreichungen genutzt werden, sondern müssten in die persönliche Beratung fließen.
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