THW-Präsidentin Lackner: Klimawandel lässt Waldbrandgefahr steigen – besondere Risiken auf alten Truppenübungsplätzen

Die Präsidentin des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner, hat angesichts des Klimawandels vor einer wachsenden Waldbrandgefahr gewarnt.

„Klimawandelbedingte Extremwettereignisse nehmen zu, also starke Dürren, starke Überschwemmungen“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben).

Durch den sich abschwächenden Jetstream blieben bestimmte Lagen stehen, so Lackner. Dadurch entstehe auch sehr schnell eine Waldbrandgefahr. Der Jetstream, der früher für einen mehr oder weniger regelmäßigen Wechsel der Wetterlagen sorgte, wird angetrieben durch die Temperaturunterschiede zwischen dem Äquator und den Polen. Da diese nachlassen, schwächt sich auch der Jetstream ab.

Lackner fügte hinzu, das THW komme bei Waldbränden verstärkt in den Einsatz. „Unsere Spezialität ist es, Schneisen zu schlagen, damit ein Feuer nicht weiter übergreifen kann, oder das Heranführen von Wasser über lange Strecken. Das hat zugenommen“, sagte sie. „In den letzten Jahren waren wir bei jeder größeren Lage dabei.“

Eine besondere Gefahr entstehe auf ehemaligen oder noch existierenden Truppenübungsplätzen. „Wo Munition gelagert wird, da nehmen die Gefahren zu“, sagte die THW-Chefin. Man könne sich dem Brandherd nicht gut nähern, weil man nicht wisse, wo noch Munition lagere. Zudem entwickelten sich Schadstoffe. Das sei ein wachsendes Problem.

Brände hatte es in den letzten Jahren auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog (Brandenburg) und Gohrischheide (Sachsen) sowie auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 in Meppen (Niedersachsen) gegeben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Schusswaffenangriff fordert zwölf Menschenleben in Johannesburg

    Bei einem Schusswaffenangriff in Johannesburg sind am späten Dienstagabend nach Angaben der Polizei mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Neun weitere Personen erlitten bei dem Vorfall im Stadtteil Cleveland Verletzungen,…

    Spitzensteuersatz: 3,2 Millionen Steuerzahler zahlen 49 Prozent des Einkommensteueraufkommens

    Im Jahr 2022 sind in Deutschland rund 3,2 Millionen Steuerpflichtige mit dem Spitzensteuersatz von 42 Prozent besteuert worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte, entspricht dies einem Anteil…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert