Wohngeld-Kürzungen: Berliner SPD-Chef Steffen Krach droht mit Widerstand gegen Hubertz` Sparpläne

Der Berliner SPD-Landesvorsitzende Steffen Krach hat Widerstand gegen die geplanten massiven Kürzungen beim Wohngeld angekündigt. „Ich unterstütze eine Reform des Wohngelds, wenn sie an der Bürokratie spart und den Leistungsbezug vereinfacht“, sagte Krach dem „Stern“. Kürzungen lehne er aber kategorisch ab.

Er könne sich auch nicht vorstellen, dass die SPD in der Bundesregierung das anders sehen könne. „Man muss sich nur anschauen, über wen wir sprechen“, sagte Krach, der auch Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahlen im September ist.

Es seien Familien, meistens Alleinerziehende, sowie Rentner, die trotz Arbeit mit ihrem Einkommen oder ihrer Rente nicht mehr über die Runden kämen, weil sie die steigenden Lebenshaltungskosten erdrückten. Die Zahl der allein in Berlin betroffenen Haushalte bezifferte er auf 55.000, viele davon im Osten der Stadt. „Für diese Menschen gehen wir als Berliner SPD auf die Barrikaden“, so Krach.

Bauministerin Verena Hubertz (SPD) hatte Anfang Mai angekündigt, die von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erteilte Sparvorgabe von einer Milliarde Euro in ihrem Etat mit Kürzungen beim Wohngeld erbringen zu wollen. Derzeit belaufen sich die Ausgaben für die Sozialleistung auf 24 Milliarden Euro. Die SPD-geführte Ampel-Koalition von Olaf Scholz (SPD) hatte erst 2022 sowohl die Höhe des Wohngeldes als auch die Zahl der Berechtigten deutlich erhöht.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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