Dax hält sich über 24.000 Punkte vor EZB-Zinsentscheidung

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem zurückhaltenden Start in den Handelstag bis zum Mittag ins Plus bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.245 Punkten berechnet, 0,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Der Dax kann trotz vieler Störfaktoren sein Kursniveau oberhalb von 24.000 Punkten halten“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Die Anleger in Frankfurt bleiben kurz vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank im Wartemodus und fokussieren sich wieder verstärkt auf die altbekannten Modethemen Künstliche Intelligenz und Halbleiter. Im Dax äußert sich das in einer stärkeren Nachfrage nach den Aktien von Infineon und Siemens Energy. Auch das Energiethema wird über die Aktien von RWE gespielt.“

Die Stimmungslage bleibe insgesamt vorsichtig optimistisch und die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Iran-Konflikts lebe in den Köpfen der Anleger weiter. Bis dahin aber bleibe die undurchsichtige Lage im Nahen Osten der größte bremsende Faktor am Aktienmarkt und strahle direkt auf viele Teilsektoren ab, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1525 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8677 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.088 US-Dollar gezahlt (+0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 114,04 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 92,19 US-Dollar, das waren 91 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Linke: „Nur-Ja-heißt-Ja“-Regel muss 2026 kommen – Hoß kritisiert Schutz von Tätern

    Die Linke fordert Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) auf, das Sexualstrafrecht zügig zu verschärfen.„Im Jahr 2026 sollte die `Ja heißt Ja`-Regel im Strafrecht eigentlich längst selbstverständlich sein“, sagte Luke Hoß, Abgeordneter…

    Allensbach-Befragung: Deutsche Topmanager sehen große Risiken durch Kriege und Handelskonflikte für die Industrie

    Ein Großteil der Spitzenvertreter größerer Produktionsbetriebe sieht angesichts aktueller Kriege und Handelskonflikte erhebliche Risiken für die deutsche Industrie. Das ergab eine Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach unter Topentscheidern aus…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert