Außenminister Wadephul: AfD-Regierungsbeteiligung würde Deutschlands Außenpolitik schwächen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) warnt vor außenpolitischen Folgen einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf den Text einer Rede, die Wadephul am Freitagabend vor der Stresemann-Gesellschaft in Mainz halten soll.

„Sie biedert sich einem russischen Diktator an und trampelt so auf den Interessen des Landes herum, das sie vorgibt, vertreten zu wollen“, heißt es demnach in dem Redetext über die AfD. „Wer für Putin ist, ist nicht für Deutschland.“

Wadephul wirft der AfD vor, sie agitiere gegen die Interessen Deutschlands und gegen die Grundlage der deutschen Demokratie. Sie spüre Unsicherheiten auf und vergifte mit Parolen der vermeintlich einfachen Lösungen jedes politische Ringen um wirksames Handeln, so der Minister.

Der Außenminister sieht einen grundlegenden Widerspruch zwischen den Werten der CDU und dem Gedankengut der AfD. Seine eigene Partei sei „aus der Erfahrung der dunkelsten Stunde“ der deutschen Geschichte entstanden und aus dem gemeinsamen Grundsatz „Nie wieder“. Daraus erwachse das „Bekenntnis zu Europa, zur Westbindung, zum transatlantischen Verhältnis, zur Absage an nationalistische Dominanzträume“, so Wadephul.

„Für mich ist klar: Die AfD teilt dieses Bekenntnis nicht“, heißt es in dem Text weiter. „Sie ist kein Wettbewerber wie jeder andere. Sie stellt deutsche Grundüberzeugungen infrage, auf denen die Bundesrepublik und auch die CDU gegründet wurden.“ Die AfD gefährde, „was heute genau unsere außenpolitische Stärke ist“, nämlich „das Vertrauen in der Welt“, so Wadephul. „Ein Deutschland, in dem die AfD Macht erhält, ist in dieser Welt schwächer.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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