Bundeswehr rechnet mit Zunahme von Tierversuchen in wehrwissenschaftlicher Forschung

Das Bundesverteidigungsministerium geht davon aus, dass die Zahl der wehrwissenschaftlichen Tierversuche in der Bundeswehr steigen wird.

Es sei nicht neu, dass es in der Bundeswehr Tierversuche im Rahmen der wehrwissenschaftlichen Forschung gebe, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch der dts Nachrichtenagentur. Diese sei darauf ausgerichtet, Schutz und Versorgung für die Soldaten sicherzustellen. Die tierschutzrechtlichen Vorgaben würden dabei eingehalten.

Der Sprecher verwies weiter darauf, dass die Zahlen für diese Tierversuche seit Jahren rückgängig seien. „Aufgrund der Bedrohungslage, aufgrund des Aufwuchses der Streitkräfte und aufgrund der Projekte, die dahinterstehen, auch in der wehrwissenschaftlichen Forschung, erwarten wir oder ist es wahrscheinlich, dass Tierversuche in den nächsten Jahren wieder häufiger genutzt werden, als sie aktuell genutzt werden“, fügte er hinzu.

Der Sprecher verteidigte zudem, dass die Zahlen nicht öffentlich aufgeschlüsselt werden. Denn hinter jedem Versuch stehe ein wehrwissenschaftliches Forschungsprojekt. „Und über diese wehrwissenschaftliche Forschung berichten wir dem Parlament.“ Die reine Anzahl ohne Zuordnung der Tiere und des Hintergrundes bringe darüber hinaus auch gar nichts.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    SPD-Parlamentsgeschäftsführer: Bundestag kann schnell über Hormus-Mandat entscheiden

    SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese hat eine schnelle Entscheidung des Bundestags in Aussicht gestellt, sobald die Voraussetzungen für einen Einsatz der Bundeswehr in der Straße von Hormus geklärt sind. „Der Bundestag ist…

    Antisemitismus in Deutschland: Union verlangt konsequente Ausweisung von Straftätern ohne deutschen Pass

    Die Unionsfraktion im Bundestag fordert die konsequente Ausweisung antisemitischer Straftäter aus Deutschland. „Wir dürfen nicht zulassen, dass der Nahostkonflikt zur Legitimierung extremistischer Straftaten in unserem Land missbraucht wird“, sagte Günter…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert