Stadionverbot für säumige Unterhaltszahler? SPD-Familienpolitikerin Hostert will Druck auf Zahlungsverweigerer erhöhen

SPD-Familienpolitikerin Jasmina Hostert hat in der Debatte um den staatlichen Unterhaltsvorschuss für säumige Unterhaltszahler auch Stadionverbote ins Spiel gebracht. Im Nachrichtensender „Welt“ forderte die Sprecherin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend der SPD-Fraktion am Montag, der Staat müsse die Konsequenzen für das Nichtzahlen von Unterhalt „deutlich stärker erhöhen“.

Ein Stadionverbot könne dabei eine bessere Maßnahme sein als etwa ein Führerscheinentzug oder andere Strafmaßnahmen: „Das ist, glaube ich, etwas, was vielen wehtun wird.“ Hostert sagte, sie wisse, dass zur Debatte stand, dass man den Führerschein entzieht. Gleichzeitig müsse man bei diesem Vorschlag auch überlegen, ob das nicht gerade wichtig sei, damit die Väter ihrer Arbeit nachgehen könnten. Man könne sich aber auch andere Dinge vorstellen, so etwas wie Stadionverbot. Sie würde sogar so weit gehen bis zu einem Schufa-Eintrag. Sie finde, wenn man Geld habe für andere Dinge, aber nicht Geld habe, Unterhalt für sein eigenes Kind zu bezahlen, da laufe irgendwas falsch.

Es sei nicht in Ordnung, „wenn sich jemand eine Dauerkarte fürs Stadion leisten kann, aber keinen Unterhalt zahlt“. Die meisten Unterhaltsverweigerer seien Männer. Eine Rückholquote des Staates von „gerade mal 17 Prozent“ sei insgesamt „viel, viel zu wenig“, kritisierte Hostert.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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