Brauer-Bund: „Echte Zäsur“ – Bierabsatz bricht ein, Brauereien in Gefahr

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bunds, Holger Eichele, warnt vor einem Brauereisterben in Deutschland. Mit Blick auf die anhaltend hohen Produktionskosten und den Rückgang des Bierkonsums sei damit zu rechnen, dass die Anzahl der Brauereien in Deutschland weiter abnehmen werde, sagte Eichele der „Rheinischen Post“.

Seit bereits zwei Jahren lägen die monatlichen Absatzzahlen unter denen des Vorjahresmonats, teilweise deutlich. Das Jahr 2025 schloss die Branche mit einem Minus von sechs Prozent ab – ein Wert, der deutlich über den seit vielen Jahren üblichen ein bis zwei Prozent jährlichem Rückgang der Biermenge liegt.

Auch 2026 bezeichnete Eichele als „anspruchsvolles Jahr“: Bis Mai habe der Verlust gegenüber dem Vorjahr mehr als fünf Prozent betragen. Eichele warnte: „Tatsache ist, dass es die Branche weniger mit einer Absatzdelle als mit einer echten Zäsur zu tun hat, deren Ursachen vielfältig sind.“ Als Gründe für die Entwicklung nannte er unter anderem ein durch anhaltende politische Unsicherheit verursachtes negatives Konsumklima, die demografische Situation im Land sowie Post-Pandemie-Effekte wie die anhaltende Krise der Gastronomie.

Laut einem neuen Bericht des weltgrößten Hopfenhändlers „Barth Haas“ sank der Ausstoß der deutschen Brauwirtschaft im vergangenen Jahr um rund 5,6 Prozent auf 79,24 Millionen Hektoliter.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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