Spanien entsendet Armee nach Ceuta – Militärhilfe gegen Migrantenansturm

Nach einem Ansturm von Migranten auf die spanische Nordafrika-Enklave Ceuta hat die Regierung in Madrid angekündigt, die Armee zu entsenden, um die Sicherheit in der Region zu verstärken. Es sollen Soldaten, Taucher und ein Militärschiff verlegt werden, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit

Die Entscheidung folgte auf die Forderung des regionalen Präsidenten von Ceuta, der Madrid dazu aufrief, den nationalen Notstand auszurufen und die Kontrolle über die Situation in der autonomen Stadt zu übernehmen. Die lokalen Behörden seien durch den Anstieg der illegalen Übertritte überfordert.

Das Innenministerium hatte es zwar abgelehnt, den nationalen Notstand auszurufen, kündigte jedoch später die Entsendung von Truppen an, um die Ordnung wiederherzustellen und die Sicherheit in der Region zu verstärken. Ministerpräsident Pedro Sánchez wird am Freitag in Ceuta erwartet. Die Europäische Kommission bot darüber hinaus operative Unterstützung durch Frontex an.

In den letzten Tagen hatten Hunderte von Menschen Ceuta von Marokko aus erreicht, was die Guardia Civil überforderte. Sánchez sagte, seine Regierung sei fest entschlossen, eine sofortige Antwort auf die Situation in Ceuta zu geben, und versprach, mit den marokkanischen Behörden zusammenzuarbeiten, um die Normalität so schnell wie möglich wiederherzustellen. Spanien und Marokko einigten sich bereits auf ein Verfahren zur Beschleunigung von Rückführungen. Genauere Details dazu wurden aber zunächst nicht genannt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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