Rentenstreit: Schwesig verteidigt Rente mit 63 und nimmt junge Arbeitnehmer in den Blick

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), will die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren auch für die heutige junge Generation fortschreiben.

Schwesig wies beim Fernsehsender „Welt“ den Vorwurf zurück, bei der Rente mit 63 vor allem die Älteren im Blick zu haben, während die Jüngeren für das teure Rentenkonstrukt zahlen müssten. „Mir ist die nächste Generation überhaupt nicht egal. Im Gegenteil“, sagte sie. Sie sei schließlich dafür, dass später auch die heute Jüngeren von der Rente mit 63 profitierten.

Es stimme nicht, dass sie die Rentner von heute vertrete, weil: die hätten ja diese Regel schon. „Es geht ja gerade um die zukünftigen Biografien, auch um junge Menschen, die jetzt früh anfangen zu arbeiten“, so Schwesig.

Gleichzeitig stellte sie die Frage in den Raum, was man einem jungen Menschen sagen solle, der mit 16 von der Schule gehe, sofort eine Ausbildung mache und anfange zu arbeiten. „Dass sie länger arbeiten und einzahlen muss als jemand, der erst mit 26 anfängt? Das ist doch nicht gerecht. Es geht gerade auch um die jüngere Generation.“

Gerade machten viele Schüler ein Ferienpraktikum im Handwerk, so Schwesig. „Und ich will, dass gerade die, die früh in Ausbildung gehen, die früh arbeiten und früh ihren Beitrag leisten, nicht die sind, die dann am längsten dabei sein müssen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Brandenburger Grüne schlagen Rechenzentrumseuro für Standortkommunen vor

    Die Brandenburger Bündnisgrünen haben einen Rechenzentrumseuro vorgeschlagen, um Standortkommunen verbindlich an der Wertschöpfung großer Rechenzentren zu beteiligen. Das Konzept wird an die Landesregierung übermittelt, teilte Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg mit.…

    Verivox-Chef Puschmann: Verbraucher können durch Vertragsvergleiche mehr als 3.000 Euro im Jahr sparen

    Viele Verbraucher in Deutschland zahlen für Strom, Gas, Versicherungen und andere Verträge mehr als nötig. Ein durchschnittlicher Haushalt könne durch konsequentes Vergleichen und Wechseln im Schnitt etwas mehr als 3.000…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert