IG Metall: Reiches Strompreis-Prognose vernichtet Arbeitsplätze

Die IG Metall hat Äußerungen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zur Entwicklung der Strompreise scharf kritisiert. „Wenn die Strompreise tatsächlich erst im Laufe der 2030er-Jahre sinken – und dann auch nur allmählich -, dann läuft heute etwas gründlich schief“, sagte IG-Metall-Vize-Chef Jürgen Kerner der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

„Denn das würde bedeuten: Tausende gute Arbeitsplätze werden vernichtet sein und eine Vielzahl von Unternehmen werden nicht mehr existieren. Das wird den Industriestandort nachhaltig schwächen“, so Kerner. Dass die Wirtschaftsministerin diese Prognose so gelassen ausspreche, irritiere, denn sie trage die Verantwortung, sagte der Gewerkschafter.

Um wettbewerbsfähig zu sein, brauche die Industrie einen verlässlichen Strompreis in Höhe von fünf Cent pro Kilowattstunde. Und sie brauche diesen Strompreis unverzüglich. Der Industriestrompreis, wie er jetzt konstruiert sei, gehe an dem Bedarf der Industrie meilenweit vorbei. Die Ministerin müsse hier nacharbeiten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Waldbrandgefahr: THW fordert vom Bund mehr Geld für Bevölkerungsschutz

    Angesichts der akuten Brandgefahr in weiten Teilen Deutschlands wirbt die Präsidentin des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner, für weitere Mittel vom Bund.Die hohe Waldbrandgefahr derzeit zeige, wie wichtig ein leistungsfähiger…

    Digitale Bonpflicht ab 2028: Handel, Bäcker und Gastronomie laufen Sturm

    Der Handel in Deutschland wehrt sich gegen die Pläne von Union und SPD zur Einführung einer E-Bonpflicht. „Im Koalitionsvertrag wurde die vollständige Abschaffung der Bonpflicht vereinbart und das erwarten die…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert