Fischbrötchen-Wahlkampf in MV: Linke kontert CDU-Plakate mit Merz-Motiv

Die Linken in Mecklenburg-Vorpommern legen im Streit um das Fischbrötchen-Wahlplakat der CDU nach. Die Partei hat Plakate aufhängen lassen, die Kanzler Friedrich Merz (CDU) zeigen, wie er ein Fischbrötchen isst. „Der Fisch stinkt vom Kopf!“, heißt es dazu, und: „Inhalte statt Fischbrötchen“.

Die Partei verbindet den Fischbrötchenstreit mit Kritik am Kurs der CDU: „Die Armutsreformen der Bundesregierung und des Bundeskanzlers versucht die CDU-MV mit Fischbrötchen und billigen Sprüchen zu überdecken“, sagte Landeschef Hennis Herbst T-Online. Davon dürfe sich niemand blenden lassen. Herbst kritisiert in dem Zusammenhang, dass die CDU den Sozialstaat kürze und keine Antworten habe auf „die Preiskrise, die wir alle täglich bei der Miete, im Supermarkt und an der Tankstelle erleben“.

„Wer den Menschen im Wahlkampf Fischbrötchen präsentiert, ihnen nach der Wahl aber die Rechnung für Kürzungen und höhere Belastungen präsentiert, verdient eine klare Antwort“, so Herbst. Deswegen sage die Linke: „Der Fisch stinkt vom Kopf.“ Herbst resümiert: „Die CDU kann gerne über Fischbrötchen reden. Wir reden darüber, wer sich das Fischbrötchen am Ende überhaupt noch leisten kann.“

Die CDU reagierte prompt auf die Kampagne der Linken: „Fisch ist gesund, er liefert Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe, er ist gut fürs Hirn und für die Nerven“, teilte Spitzenkandidat Daniel Peters T-Online mit. „Ab und zu ein Fischbrötchen würde in diesem Sinne auch manchem Linken guttun.“ Peters sagte weiter, die CDU-Kampagne stehe sympathisch für Mecklenburg-Vorpommern, „bei den Parteien links und rechts der Mitte muss ich leider viel Aggressivität bis hin zur Gewaltverherrlichung feststellen“. Umso mehr gelte: „Die Mitte, die CDU ist das Beste.“

Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern wirbt im Wahlkampf mit Fischbrötchen-Plakaten und war von Teilen der SPD dafür kritisiert worden, dass das gezeigte Fischbrötchen nicht aus der Region stammt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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