Sozialverband: Linnemanns Absage an Kürzungen bei Pflege-Renten ist wichtiger Akzent

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßt, dass der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) Kürzungen bei Rentenbeiträgen für pflegende Angehörige abwenden will.

„Mit seiner Absage an Kürzungen bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger setzt Carsten Linnemann zum Amtsstart einen wichtigen Akzent“, sagte die Verbandschefin Michaela Engelmeier dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Entscheidend sei jetzt, dass dieses Verständnis zum Leitprinzip der anstehenden Reformen in Gesundheit und Pflege werde und die Interessen der Betroffenen nicht hinter reinen Sparvorgaben zurückstünden, mahnte sie. Dass Linnemann selbst Spielraum für eine Finanzierung sehe, zeige zugleich, dass auch unter Haushaltsdruck soziale Lösungen möglich seien, wenn der politische Wille da sei.

Linnemann hat sich gegen geplante Kürzungen bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger ausgesprochen. „Ich möchte bei pflegenden Angehörigen, bei der Rente, nicht sparen“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“ und positionierte sich damit gegen Pläne, die seine Amtsvorgängerin Nina Warken (CDU) angesichts eines erwarteten Milliardendefizits in der Pflegeversicherung angestoßen hatte. Pflegekassen zahlen unter bestimmten Voraussetzungen Rentenbeiträge für Menschen, die Angehörige pflegen. Angedacht war bislang, hier zu kürzen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Reform der Betriebsrente: Verdi fordert gesetzliche Pflicht für alle Beschäftigten

    Vor Beginn des Sozialpartnerdialogs zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) spricht sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für gesetzliche Voraussetzungen aus. Verdi-Chef Frank Werneke sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, das von…

    Betriebsrente: Gesamtmetall und Mittelstand fordern Steuerfreiheit

    Vor Beginn des Sozialpartnerdialogs zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) spricht sich Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander für bessere Rahmenbedingungen aus.Sie müssten so attraktiv gestaltet werden, „dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer freiwillig…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert