IG-Metall-Chefin Benner: VW-Sparziele könnten unrealistisch sein – Kampf um Werke angekündigt

Die IG-Metall-Chefin und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen, Christiane Benner, setzt ein Fragezeichen hinter die neuen Sparziele des Autokonzerns. Das Kontrollgremium habe zwar Rendite- und Kostensenkungsziele vereinbart, sagte Benner der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Aber der Aufsichtsrat wird sich in der anstehenden Planungsrunde damit befassen und feststellen, ob sie realistischerweise erreichbar sind“, so die Vizechefin des VW-Aufsichtsrats weiter. Dies habe die Arbeitnehmerseite in den Verhandlungen um das weitreichende Sparprogramm durchgesetzt.

Der Autokonzern hatte am Donnerstagabend überraschend mitgeteilt, der Aufsichtsrat habe dem vom Konzernvorstand vorgelegten „Zukunftsplan 2030“ einstimmig zugestimmt. Zuvor hatte sich ein heftiger Konflikt um das Sparprogramm angebahnt. Es sieht den Abbau von weiteren 50.000 Arbeitsplätzen weltweit vor.

Benner stellte gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zugleich klar, dass die Arbeitnehmerseite Werksschließungen weiterhin ablehne. „Wir werden um jedes Werk hart kämpfen“, kündigte die IG-Metall-Chefin an. Bei VW steht der Fortbestand der vier Fabriken in Emden, Hannover, Neckarsulm und Zwickau auf der Kippe.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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