Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich in der Umfrage vom September 2026 leicht verbessert. Sie liegen mit 34,7 Zählern um 0,5 Punkte über dem Vormonatswert, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte.
Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage verzeichnete unterdessen erneut eine kräftige Erhöhung. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit -47, 1 Punkten um 14,0 Punkte über dem Vormonatswert.
„Die ZEW-Konjunkturerwartungen bleiben stabil“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die aktuellen Ergebnisse. Die Experten seien vorsichtig optimistisch über die wirtschaftliche Erholung. „Diese bleibt weiterhin fiskalgetrieben und wird durch zusätzliche Exportimpulse gestützt.“ Die Risiken seien dennoch erheblich: „Teure Energie bei anhaltendem Iran-Krieg und zusätzliche Verunsicherung durch hybride Angriffe belasten die Wirtschaft“, so Wambach.
Im September bleibt das Bild über die einzelnen Branchen hinweg stabil, aber weiterhin gemischt. Die Versicherungsbranche profitiert von den gestiegenen Zinsen: Der Saldo steigt um 12,1 Punkte auf 46,4 Punkte. Dagegen verharren die Stahl- und Metallproduktion sowie die Fahrzeugbranche weiterhin im negativen Bereich mit -16,7 bzw. -22,6 Punkten. Nennenswert ist die Verbesserung der Bankenbranche, deren Saldo mit 52,9 Punkten um 8,2 Zähler höher liegt als noch im August.
Die Erwartungen für die Eurozone sinken dagegen im September. Der Index liegt mit einem Saldo von +25,8 Punkten um 5,6 Zähler niedriger als noch im Vormonat. Die Bewertung der Lage verbessert sich um 7,6 Punkte auf -13,9 Punkte.
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