Israel Herzog schließt Iran als Drahtzieher bei Flydubai-Anschlagsplan nicht aus

Nach dem versuchten Terroranschlag auf ein Flydubai-Flugzeug schließt der israelische Präsident Isaak Herzog den Iran als Drahtzieher nicht aus. „Ich sage nicht, dass dieser Mann vollständig vom Iran motiviert wurde. Aber eindeutig wurde er von dschihadistischer, extremistisch-islamistischer Rhetorik und entsprechendem Gedankengut motiviert“, sagte Herzog am Donnerstag dem Fernsehsender „Welt“ über den aus dem Oman stammenden mutmaßlichen Täter.

Auf die Frage, wie Israel reagieren werde, sollte sich herausstellen, dass der Iran dahintersteckt, sagte der israelische Präsident: „Ich denke, es ist Sache der internationalen Gemeinschaft, darauf zu reagieren – und auch aufzuwachen und zu verstehen, dass der Iran eine Bedrohung für die Stabilität der Welt und ein Feind der freien Welt ist.“ Der Iran habe eine „dschihadistische Ideologie“ und wolle „uns alle von der Landkarte tilgen“. Deshalb müsse die Welt dagegen kämpfen. „Sie muss standhaft bleiben, entschlossen vorgehen und den Iranern klarmachen, dass dies nicht länger akzeptiert wird. Die Welt muss ihren Kurs gegenüber dem Iran ändern“, so Herzog.

Er verwies zugleich auf die laufenden Ermittlungen über die Hintergründe des Anschlags auf das Flugzeug durch die Behörden und Nachrichtendienste, die man jetzt abwarten müsse. Unabhängig davon stand nach Einschätzung des israelischen Staatsoberhaupts die Welt wegen des Entführungsversuchs „am Rande einer Katastrophe“. Wären die Pläne dieses Terroristen Wirklichkeit geworden, hätte man „eine Katastrophe“ erlebt. An Bord des Flugzeugs hätten sich „Menschen vieler verschiedener Nationalitäten“ befunden und natürlich wäre auch die internationale Luftfahrt „völlig aus den Fugen geraten und hätte unter Schock gestanden“, genau wie am 11. September 2001, so der israelische Präsident.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Fregatten-Aus: Gauweiler wirft Pistorius Amtspflichtverletzung vor – Ministerium räumt heikle Treffen ein

    Das von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Juni überraschend gestoppte Marine-Projekt zum Bau von sechs Fregatten vom Typ F126 hat ein juristisches Nachspiel, zudem werfen mehrere Treffen des Ministers Fragen…

    Rainer Robra: AfD ist im Kern eine Partei der Westeliten – Warnung vor Ost-Problem-Denken

    Sachsen-Anhalts Staatskanzleichef Rainer Robra (CDU) hat davor gewarnt, den Wahlsieg der AfD in dem Bundesland als reines Ost-Problem zu betrachten. „Die AfD ist im Kern eine Partei der Westeliten, die…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert