Zur Halbzeit der 17. UN-Biodiversitätskonferenz im armenischen Eriwan will sich Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) für eine bessere Finanzierung und für die Beteiligungsrechte indigener Völker einsetzen. „Die Natur braucht dringend eine Erholungsphase“, sagte Schneider der „Rheinischen Post“ (Montag). „Den weltweiten Verlust biologischer Vielfalt in Wäldern, Meeren, Böden nach Jahrzehnten intensiver Nutzung gilt es jetzt wirksam zu stoppen, wenn wir unsere internationalen Schutzziele bis 2030 noch erreichen wollen.“
Es brauche dafür international mehr Einsatz für biologische Vielfalt. Das sei auch breiter Konsens vieler Staaten auf der Weltnaturkonferenz in Eriwan. „Vor uns liegen aber noch dicke Verhandlungsbrocken. Zum Beispiel bei der Finanzierung oder den Beteiligungsrechten indigener Völker und lokaler Gemeinschaften“, sagte Schneider, der die deutsche Delegation in Eriwan leitet.
In der zweiten Woche werde er sich für konkrete Fortschritte engagieren: für eine breitere Finanzierungsbasis aus öffentlichen und privaten Mitteln und für eine stärkere Mitsprache der Menschen, die die Natur vor Ort bewahren, sagte der SPD-Politiker zu. Deutschland und die EU würden ihren Beitrag dazu leisten.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

