Mecklenburg-Vorpommern warnt vor sinkenden Grundwasserständen und möglichen Engpässen bei der Trinkwasserversorgung. An 68 von 134 langfristig untersuchten Messstellen seien fallende oder stark fallende Wasserstände festgestellt worden, teilte das Umweltministerium am Mittwoch mit.
Zudem belasteten Nährstoffe und andere Schadstoffe vielerorts die Grundwasserqualität.
Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte, das Land verfüge zwar noch über ausreichende Wasserressourcen. Längere Trockenperioden und der Klimawandel veränderten jedoch den Wasserhaushalt.
Deshalb müsse frühzeitig vorgesorgt werden, um die Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern.
Rund 85 Prozent des Trinkwassers in Mecklenburg-Vorpommern stammen aus dem Grundwasser. Nach Angaben des Ministeriums sind 99,8 Prozent der Bevölkerung an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen.
Das Land will unter anderem besonders wichtige Grundwasservorkommen schützen und die Überwachung ausbauen.
An 711 Messstellen werden demnach die Wasserstände erfasst, an weiteren 425 Messstellen die Wasserqualität untersucht. Eine digitale Grundwasserressourcenkarte soll künftig zeigen, wo zusätzliche Wasserentnahmen möglich sind.
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