Dax schließt 0,4 Prozent im Minus: Rheinmetall bricht nach gesenkter Prognose ein

Am Donnerstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.325 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start auf dem Niveau vom Vortag schwankte der Dax im Tagesverlauf zwischen 26.500 und 26.700 Punkten und erreichte zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch, bevor er am Nachmittag ins Minus drehte.

„Während Schnäppchenjäger bei zuletzt zurückgebliebenen Aktien wie Zalando zugreifen, werden selbst solide Quartalszahlen nicht mehr automatisch mit Kursgewinnen belohnt“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Das zeige sich insbesondere bei der Deutschen Telekom, der Commerzbank und DHL. „Ihre heute vorgelegten Quartalszahlen können den Aktien keinen zusätzlichen Schwung verleihen. Offenbar hatten die Investoren im Vorfeld bereits einen großen Teil der positiven Geschäftsentwicklung eingepreist.“

Selbst die angekündigte Dividendenerhöhung und das Aktienrückkaufprogramm der Deutschen Telekom reichten nicht aus, um neue Begeisterung auszulösen, so Lipkow. „Noch drastischer fällt die Reaktion bei Rheinmetall aus. Die gesenkte Prognose des Rüstungskonzerns wird mit einem Kursverlust von mehr als 16 Prozent quittiert.“

Unterstützung gebe es von den deutschen Konjunkturdaten. „Die Auftragseingänge der Industrie sind mit einem Plus von 4,4 Prozent zwar etwas schwächer ausgefallen als die erwarteten 4,6 Prozent, halten aber dennoch die Hoffnung auf eine fortschreitende wirtschaftliche Erholung am Leben“, erklärte der Analyst. „Damit gewinnt die These an Gewicht, dass die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr wieder stärker wachsen könnte.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Zalando, Bayer und BASF an der Spitze der Kursliste. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Infineon und Rheinmetall.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Dezember kostete 90 Euro und damit zwei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 14 bis 17 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis legte zu: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 96,99 US-Dollar, das waren 2,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1224 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8909 Euro zu haben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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