Randale in Frankfurt: Polizei meldet 55 Tatverdächtige – drei Viertel mit ausländischer Staatsangehörigkeit

Von den 55 Tatverdächtigen, gegen die die Polizei Frankfurt nach den Randalen am 31. Oktober in der Frankfurter Innenstadt ermittelt, haben rund drei Viertel eine ausländische Staatsbürgerschaft. Das erklärte das Polizeipräsidium Frankfurt am Main gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe).

Konkret habe rund die Hälfte der Tatverdächtigen keinen deutschen Pass. Von der anderen Hälfte habe wiederum jeder Zweite neben der deutschen auch eine ausländische Staatsangehörigkeit, erklärte die Polizei. Die Daten geben den Stand vom 3. November wieder.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte nach den Krawallen in deutschen Großstädten von Tätern aus „gewaltbereiten linken Gruppen und Chaoten aus dem migrantischen Milieu“ gesprochen und dafür teilweise Kritik erfahren. Die Polizei Frankfurt erklärte am Donnerstag auf Nachfrage, eine „konsequente Auseinandersetzung mit den beteiligten Täter- und Störergruppen“ sei nötig. Demnach handele es sich „überwiegend um die etwa 100-köpfige linksextreme Personengruppe, die aus der Versammlung heraus agierte, sowie um zahlreiche Gruppen junger gewaltbereiter, migrantischer Männer“, teilte die Polizei mit.

Es gebe Ähnlichkeiten zu Gruppen, die an Silvester und an Wochenenden „regelmäßig durch Straftaten auffallen“. Demnach waren von den Tatverdächtigen der „Zeil-Klientel“ aus dem Jahr 2025 76 Prozent männlich, 69 Prozent hätten keine deutsche Staatsangehörigkeit gehabt. Die Polizei Frankfurt spricht daher von einem „bereits bekannten Muster“ einer „hohen Anzahl junger, migrantisch geprägter Männer“.

In der vergangenen Woche hatten Zehntausende überwiegend junge Menschen für mehr Geld für Schulen, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, soziale Gerechtigkeit und für mehr Klimaschutz demonstriert. Die Initiative „Gen Z regelt“ sprach von 120.000 Teilnehmern. Am Rande der Demonstrationen kam es in Berlin und Frankfurt zu Ausschreitungen einzelner Gruppen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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