Mecklenburg-Vorpommern schöpft Rekordsumme aus Straftaten ab

Die vier Staatsanwaltschaften in Mecklenburg-Vorpommern haben im vergangenen Jahr rund 16,9 Millionen Euro aus Straftaten abgeschöpft. Dies ist ein Rekordwert für das Bundesland, wie das Justizministerium in Schwerin am Sonntag mitteilte.

Bislang wurden davon etwa zehn Millionen Euro an geschädigte Privatpersonen und staatliche Institutionen ausgezahlt.

Justizministerin Jacqueline Bernhardt betonte, die Vermögensabschöpfung sei ein wirksames Mittel gegen Kriminalität, insbesondere aus dem Bereich organisierter Täterstrukturen. Sie verwies auf den Beschluss der Justizministerkonferenz von 2024, der eine Optimierung des Vermögensabschöpfungsrechts fordert – einschließlich der Berücksichtigung von Gewinnen aus der Zurschaustellung von Straftaten im Internet.

Generalstaatsanwältin Christine Busse wies auf die gestiegene Anzahl von Verfahren mit Finanzermittlungen und Vermögensabschöpfungsmaßnahmen hin.

Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe habe konkrete Empfehlungen für gesetzliche Nachjustierungen erarbeitet, die zeitnah umgesetzt werden sollten, um das Instrument der Vermögensabschöpfung weiterhin effektiv einsetzen zu können.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Ein Toter und ein Verletzter nach Bootsunglück auf dem Greifswalder Bodden

    Bei einem Bootsunfall auf dem Greifswalder Bodden vor Lubmin ist am Samstagnachmittag ein 43-jähriger Mann ums Leben gekommen. Ein 45-jähriger Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, teilte das…

    Nach mutmaßlichem Schuhfoto: Frau im Bus in Neubrandenburg verprügelt

    Eine 26-jährige Frau ist am Sonnabend in einem Linienbus in Neubrandenburg von drei jungen Somalierinnen angegriffen und verletzt worden. Wie die Polizei Neubrandenburg mitteilte, soll die Tat gegen 18 Uhr…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert