Grüne fordern Transparenz bei Wasserentnahmen in Baruth

Die Brandenburger Grünen kritisieren die geplanten Grundwasserentnahmen durch Red Bull und Tochterfirmen in Baruth als deutlich umfangreicher als die bisher bei Tesla in Grünheide diskutierten Mengen. Nach Angaben der Partei sollen von den jährlich 2,55 Millionen Kubikmetern Grundwasser, die Baruth fördern darf, rund 2,35 Millionen Kubikmeter in die Getränkeproduktion fließen – nur 8 Prozent blieben damit für die regionale Trinkwasserversorgung.

Die Landesvorsitzende Andrea Lübcke und Europaabgeordnete Jutta Paulus hätten bei Gesprächen mit Bürgern und Umweltinitiativen große Besorgnis über die Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft festgestellt.

Anwohner berichteten bereits von versiegenden Brunnen, teilte Lübcke mit. Sie fordert den Brandenburger Landtag auf, sich mit dem Thema zu befassen und eine öffentliche Anhörung einzuberufen.

Zum Vergleich: Tesla in Grünheide darf bis zu 1,8 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr entnehmen, nutzt derzeit aber nur etwa 450.000 Kubikmeter.

Lübcke betonte, in Zeiten sinkender Grundwasserstände dürfe die Versorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft nicht nachrangig gegenüber Konzerninteressen behandelt werden. Das zugrunde liegende Gutachten sei fast 20 Jahre alt und berücksichtige nicht die veränderte Grundwasserneubildung durch den Klimawandel.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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