Die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat davor gewarnt, dass ein mutmaßlich aktiver Neonazi an der für den 11. Oktober geplanten Rostocker Fight Night teilnehmen könnte. Der innenpolitische Sprecher Michael Noetzel erklärte, man dürfe nicht zulassen, dass Neonazis ihre „Wehrhaftigkeit“ auf Kampfsportveranstaltungen zur Schau stellten.‘
Laut Noetzel soll der betreffende Kampfsportler beim „Stützpunkt Nord/Ost“ der als rechtsextrem eingestuften Partei „Der Dritte Weg“ engagiert sein.
Der Politiker sieht darin einen neuerlichen Unterwanderungsversuch und vermutet hinter der Struktur eine Nachfolgeorganisation des verbotenen neonazistischen Kampfsportnetzwerks „Baltik Korps“.‘
Noetzel betonte, Neonazis trainierten nicht für sportliche Wettkämpfe, sondern bereiteten sich auf Gewalt vor. Zudem wies er auf ein „Mehrgenerationenproblem“ hin: Bereits der Vater des Kampfsportlers sei in der rechten Szene bekannt gewesen und habe als Liedermacher Hass verbreitet.
Der Veranstalter der Fight Night müsse die einzig richtige Konsequenz ziehen und Neonazis ausschließen.

