Die Fraktion Die Linke im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat ihre Unterstützung für die streikenden Beschäftigten der Ostmecklenburgisch-Vorpommerschen Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD) und ihrer Tochtergesellschaft ABG mbH bekundet. Das teilten die Fraktionsvorsitzende Jeannine Rösler und der Parlamentarische Geschäftsführer Torsten Koplin am Freitag mit.
Rösler forderte die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein angemessenes Angebot zu unterbreiten. „Das Prinzip ‚guter Lohn für gute Arbeit‘ muss auch bei der Abfallentsorgung der OVVD und der ABG gelten“, erklärte sie.
Sie verlangte zudem von den Aufsichtsratsmitgliedern von CDUplus, BSW und AfD, ihrer Verantwortung für die Beschäftigten und deren Familien nachzukommen.
Koplin kritisierte, dass ein kommunales Unternehmen nicht tarifgebunden sei und Gehälter deutlich unter dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) zahle. „Das Unternehmen wurde in den letzten Jahren zukunftsfest aufgestellt – auch dank der Beschäftigten. Jetzt müssen die Löhne für die Kollegen folgen“, so Koplin.
Die OVVD entlohnt ihre Beschäftigten ohne Tarif- oder Haustarifvertrag auf Grundlage einer Vergütungsordnung, die sich an den ABG-Haustarifvertrag anlehnt. Eine Tarifbindung wurde bisher abgelehnt.
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