Mecklenburg-Vorpommern kritisiert EU-Pläne zu Fluggastrechten

Die geplante Reform der EU-Fluggastrechte stößt in Mecklenburg-Vorpommern auf Kritik. Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt bezeichnet den Vorschlag, Entschädigungsansprüche erst ab vier statt bisher drei Stunden Verspätung zu gewähren, als „Rückschritt im Verbraucherschutz“.

Sie fordert die Bundesregierung auf, sich gegen diese Änderung einzusetzen.

Bernhardt verweist auf eine kürzliche Einigung der Verbraucherschutzminister, die Entschädigungen weiterhin ab drei Stunden zu garantieren. „Bei der Fluggastrechteverordnung geht es nicht darum, die Luftfahrtunternehmen größtmöglich zu schonen, sondern darum, den Fluggästen Rechte zu garantiere“, so die Ministerin.

Die geplante Verlängerung der Frist sei aus Verbrauchersicht nicht vertretbar.

Weitere Forderungen betreffen automatische Erstattungsverfahren und einheitliche Regelungen für Handgepäck. Die Ministerin spricht sich zudem für klarere Informationen über Rechte und Ansprechpartner aus.

Die Reform soll nach Angaben des EU-Rats die bestehenden Regelungen anpassen, stößt aber bei Verbraucherschützern auf Widerstand.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Justiz schöpft über 14 Millionen Euro an Vermögen ab

    Die vier Staatsanwaltschaften in Mecklenburg-Vorpommern haben im Jahr 2025 insgesamt rund 14,1 Millionen Euro aus Straftaten abgeschöpft, teilte Justizministerin Jacqueline Bernhardt mit. Fast die Hälfte davon, rund 6,8 Millionen Euro,…

    Polizei sucht Zeugen nach Fund eines bewusstlosen Radfahrers

    Nach dem Fund eines bewusstlosen Radfahrers bei Schlemmin sucht die Polizei Zeugen. Wie die Beamten am Montag mitteilten, hatte eine Kurierdienstfahrerin den 38-jährigen Mann am Samstag gegen 04:15 Uhr auf…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert