Mecklenburg-Vorpommern führt neues Konzept zur Berufsorientierung ein

Mecklenburg-Vorpommern hat ein neues Konzept zur beruflichen Orientierung für Schüler eingeführt. Das Modell ‚Alle werden gebraucht!‘ soll ab dem kommenden Schuljahr landesweit umgesetzt werden, teilte die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler, mit.

Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig und systematisch auf Berufsentscheidungen vorzubereiten, von der Kita bis zur Sekundarstufe.

Das Konzept sieht unter anderem Projekttage in der Grundschule, Potenzialanalysen und Betriebserkundungen in der Sekundarstufe sowie verpflichtende Praktika ab Klasse 8 vor. Auch Gymnasien sollen die Studien- und Berufsorientierung stärken.

Rösler betonte, dass damit die Gleichwertigkeit akademischer und beruflicher Bildungswege verdeutlicht werden soll. Die Umsetzung stelle Schulen und Betriebe vor Herausforderungen, sei aber mit gemeinsamen Anstrengungen zu bewältigen.

Hintergrund ist eine aktuelle Bertelsmann-Studie, die zeigt, dass fast jeder fünfte Jugendliche nach dem Schulabschluss keine Ausbildung beginnt.

Besonders betroffen sind Jugendliche mit niedriger Schulbildung. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit strukturierter Übergänge zwischen Schule und Beruf.

Mecklenburg-Vorpommern sieht sich mit dem neuen Konzept auf einem richtigen Weg, diese Lücke zu schließen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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