Mecklenburg-Vorpommern setzt Ukraine-Hilfe für Tschernihiw fort

Mecklenburg-Vorpommern will seine Regionalpartnerschaft mit der ukrainischen Oblast Tschernihiw auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Im Entwurf des Doppelhaushalts 2026/2027 sind dafür jeweils 100.000 Euro vorgesehen.

Europaministerin Bettina Martin (SPD) sagte, die Mittel dienten dazu, „Solidarität mit der Ukraine durch konkrete Projekte“ zu untermauern.

Die Partnerschaft besteht seit Januar 2024. Seitdem kam es nach Angaben des Landes zu sechs persönlichen Treffen zwischen Vertretern beider Regionen, zuletzt im Juni 2025 bei der Deutsch-Ukrainischen Partnerschaftskonferenz in Münster. Projekte würden stets in enger Abstimmung mit der Militärverwaltung in Tschernihiw entwickelt und an den Bedürfnissen vor Ort ausgerichtet, so Martin.

Zu Beginn standen vor allem Hilfslieferungen im Mittelpunkt, etwa Laptops für Schulen oder Krankenhausbetten.

Zunehmend rücken nachhaltige Vorhaben in den Vordergrund. Dazu zählen Programme zum Schutz von Kulturgütern, Jugendcamps in Mecklenburg-Vorpommern, der Aufbau von Kommunalpartnerschaften sowie Workshops für medizinisches Personal.

Zudem unterstützte das Land den Bau von Schutzräumen an fünf Bildungseinrichtungen, von denen drei bereits fertiggestellt sind.

Für 2025 ist ein weiterer Besuch von Delegationen in der Ukraine geplant, bei dem die bisher geförderten Projekte besichtigt und neue Vorhaben für 2026 vorbereitet werden sollen.

Der Haushaltsentwurf mit den vorgesehenen Mitteln wird nach der Sommerpause in den Landtag eingebracht. Mecklenburg-Vorpommern unterstreicht damit nach eigenen Angaben seine langfristige Unterstützung der Ukraine, die sich weiterhin im Krieg mit Russland befindet.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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