Mecklenburg-Vorpommern schließt sich einer Bundesratsinitiative zur Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden an. Das Kabinett hat den Beitritt zur Initiative mehrerer Länder unter Führung von Nordrhein-Westfalen beschlossen, wie Gesundheits-Staatsekretärin Sylvia Grimm (SPD) mitteilte.
Die Initiative soll am 26. September im Bundesrat beraten werden.
Nach Angaben Grimms stehen bundesweit 8.269 Menschen auf Wartelisten für Organe, darunter 203 aus Mecklenburg-Vorpommern. Dem gegenüber standen 2024 nur 1.726 gespendete Organe.
In der Region Nord-Ost sei ein rückläufiger Trend zu erkennen: von 196 Spenden 2023 auf 127 im Jahr 2024.
Grimm sagte, die Widerspruchslösung könne die Spendezahlen erhöhen, wie das Beispiel Spanien mit 40 Spenden pro Million Einwohner zeige. In Deutschland liege dieser Wert bei nur zehn.
Bei der Widerspruchslösung gelten alle Menschen automatisch als Spender, sofern sie nicht aktiv widersprechen.
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