Mecklenburg-Vorpommern hat eine Bundesratsinitiative zur Regulierung von Lootboxen in Computerspielen eingebracht. Wie Jugend- und Gesundheitsministerin Stefanie Drese mitteilte, sollen glücksspielähnliche Elemente in Games stärker kontrolliert werden, um Kinder und Jugendliche besser zu schützen.
Laut Studien spielen 73 Prozent der 12- bis 19-Jährigen regelmäßig digitale Spiele.
Die Ministerin kritisierte, dass Lootboxen suchttypische Verhaltensmuster fördern würden. Dabei handelt es sich um virtuelle Schatztruhen, die gegen Geld besondere Belohnungen versprechen.
Mehr als 40 Prozent der 10- bis 19-Jährigen tätigen laut einer Studie der Universität Graz In-Game-Käufe. Drese warnte vor langfristigen gesundheitlichen und finanziellen Folgen.
Der Antrag wurde zur weiteren Beratung an die Fachausschüsse des Bundesrates überwiesen.
Die Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland zielt auf eine Harmonisierung von Jugendschutz- und Glücksspielrecht ab. Damit soll der Spielspaß nicht gefährdet, sondern sicherer gestaltet werden.
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