Bildungsministerkonferenz fordert mehr Empathie zum Jubiläum der Wiedervereinigung

Die Bildungsministerkonferenz hat eine Erklärung zum 35. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung veröffentlicht, die Schulen zur intensiven Auseinandersetzung mit der deutschen Teilungsgeschichte und demokratischen Werten aufruft. Das teilte das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern mit.

Die Erklärung würdigt die Friedliche Revolution von 1989 und den Mauerfall als Meilensteine der deutschen Geschichte.

Bildungsministerin Simone Oldenburg betonte als KMK-Präsidentin, dass Demokratiebildung nicht nur Wissen über politische Prozesse, sondern auch das Verstehen unterschiedlicher Lebensrealitäten umfasse. Gerade die Erfahrungen der Menschen in Ostdeutschland nach der Wende zeigten, dass mehr Empathie nötig sei, um gesellschaftliche Brüche zu erkennen und gemeinsam zu überwinden.

Die Ministerinnen Dorothee Feller und Christine Streichert-Clivot unterstrichen die Bedeutung demokratischer Werte in der heutigen Zeit.

Die Bildungsministerkonferenz ruft Schulen bundesweit dazu auf, den Jahrestag am 3. Oktober für Projekte und Begegnungen mit Zeitzeugen zu nutzen. Besonders betont wird die Perspektive der Menschen in Ostdeutschland, für die die Wiedervereinigung nicht nur ein Moment der Freiheit, sondern auch mit biografischen Brüchen verbunden war.

Die Erklärung geht auf einen Beschluss der Bildungsminister vom 27. Juni zurück.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    SPD, Linke und Grüne bringen Enquete-Kommission für Bevölkerungsschutz auf den Weg

    Die SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern will gemeinsam mit Linksfraktion und Bündnisgrünen den Bevölkerungsschutz weiter stärken und hat am Dienstag eine Enquete-Kommission auf den Weg gebracht. Das teilte die SPD-Fraktion im…

    17-Jähriger in Barth bei Auseinandersetzung mit Messer verletzt

    Bei einer Auseinandersetzung auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Barth ist am Montagabend ein 17-Jähriger durch ein Messer verletzt worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Stralsund und die Polizeiinspektion Stralsund mit.…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert