Die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat die Pläne der Bundesregierung für eine Wehrdienstlotterie scharf kritisiert. Der friedenspolitische Sprecher Torsten Koplin sagte am Dienstag, die Bundesregierung betreibe mit der Entscheidung „keine Sicherheitspolitik, sondern ein schäbiges Spiel mit der Lebensplanung junger Menschen“.
Koplin warnte, dass durch das Losverfahren Ausbildung, Studium und Familiengründung dem Zufall unterworfen würden.
„Wer heute jung ist, soll morgen per Losverfahren in den Schützengraben geschickt werden“, behauptete der Linken-Politiker. Die Regierung nehme den Menschen das letzte Stück Planungssicherheit.
Die Linksfraktion fordert die ersatzlose Streichung des Wehrdienstes aus dem Grundgesetz.
Statt „Zwangsdiensten“ brauche Deutschland mehr Investitionen in Jugend, Bildung und soziale Sicherheit. Das Los dürfe niemals über Leben und Zukunft entscheiden, so die Position der Partei.
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