Sabotage an Strominfrastruktur: Bundesländer praktizieren Flickenteppich der Geheimhaltung

Die Bundesländer gehen sehr unterschiedlich mit Informationen über Angriffe auf die Strominfrastruktur um. Das zeigt eine Recherche des Podcasts „104 Stunden Blackout“ des „Tagesspiegels“. Während Länder wie Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen detaillierte Zahlen zu Sabotage- und Störfällen in den Jahren 2024 und 2025 offenlegten, stufen demnach Bayern, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg entsprechende Daten als Verschlusssache ein.

NRW meldete insgesamt 375 politisch motivierte Straftaten gegen Energieversorgungsbetriebe und -einrichtungen, überwiegend aus dem linken Spektrum. Hamburg registrierte drei Fälle, darunter einen Cyberangriff auf die Website eines Stromversorgers. Bremen verzeichnete zwei Vorfälle.

Mehrere Länder wie Hessen, Thüringen und Sachsen erklärten, ihnen seien keine einschlägigen Taten bekannt. In Brandenburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland wurden einzelne Fälle erfasst, darunter ein mit einer Flusssäge durchgetrennter Strommast in Albig (Rheinhessen) sowie der Anschlag nahe der Tesla-Fabrik in Grünheide, für den ein angebliches Bekennerschreiben der linksextremen „Vulkangruppe“ gefunden wurde.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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