Organspende: Ex-Minister Lauterbach dringt auf Widerspruchslösung – Moralische Pflicht für Empfänger

Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dringt in der Debatte um die Neuregelung der Organspende erneut auf die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung.

„Es ist nicht zu viel verlangt, wenn diejenigen, die keine Organe spenden wollen, sich in eine vorhandene sichere Datenbank als Nicht-Spender eintragen lassen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Diejenigen, die im Bedarfsfall bereit wären, ein Spenderorgan zu nehmen, seien seiner Ansicht nach auch moralisch in der Pflicht, potenzielle Spender zu sein.

In den letzten Jahren seien Tausende Menschen in Deutschland gestorben, als sie auf ein Spenderorgan gewartet hätten, das niemals kam, so Lauterbach. Dazu komme das unnötige medizinische Leid der Betroffenen auf den Wartelisten und die Unsicherheit und das Leid ihrer Kinder, Eltern oder Partner.

Eine Gruppe von Abgeordneten über Fraktionsgrenzen hinweg hatte zuletzt eine grundlegende Neuregelung der Organspende in Deutschland gefordert. Eine andere Gruppe hingegen will an der bisherigen Regelung im Grundsatz festhalten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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