Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist nach einer umfassenden Korridorsanierung wieder für den Zugverkehr freigegeben worden. Das teilte die Deutsche Bahn am Sonntag mit. Demnach rollen wieder Fern-, Regional- und Güterverkehrszüge durchgehend auf der 278 Kilometer langen Strecke. Zuvor war der Abschnitt von Hamburg bis Hagenow Land bereits seit dem 15. Mai wieder in Betrieb.
In den nächsten Tagen finden auf einigen Abschnitten noch Abnahmefahrten statt, weshalb es vorübergehend zu Geschwindigkeitseinschränkungen kommen kann. Die angepassten Fahrpläne sind über die Auskunftsmedien der Bahn abrufbar. An den Bahnhöfen in Hamburg und Berlin sind zusätzliche Servicekräfte im Einsatz, und Fachteams sind entlang der Strecke unterwegs, um mögliche Störungen schnell zu beheben. Täglich finden auf dem Korridor rund 470 Zugfahrten im Fern-, Regional- und Güterverkehr statt.
Seit dem 1. August 2025 haben rund 1.000 Mitarbeiter der DB und von Bauunternehmen die Infrastruktur erneuert. Dabei wurden unter anderem 165 Kilometer neue Gleise verlegt, 249 neue Weichen eingebaut und sechs neue Stellwerke errichtet. Die Strecke ist nun für das europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS vorbereitet und für den zukünftigen 5G-Bahnfunk ertüchtigt. DB-Infrago-Chef Philipp Nagl bezeichnete die Sanierung als die größte im bis 2036 geplanten Programm. „Dank des Sondervermögens des Bundes sind solche umfassenden Sanierungsmaßnahmen überhaupt erst möglich“, sagte er.
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