Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hält die Autorität von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) trotz des Ärgers in der Union über dessen Personalrochade für nicht beschädigt. Die Personalrochade habe zwar Fragen aufgeworfen, diese seien aber in der letzten Fraktionssitzung beantwortet worden, sagte Frei der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).
Nach der Sommerpause werde man sich wieder den Sachthemen widmen. Mit Blick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin im September sowie mögliche Folgen für den Kanzler sagte Frei, er würde die Wahlergebnisse nicht auf die Kanzlerschaft von Merz beziehen.
Die Wahlen seien gleichwohl von großer Bedeutung. Man brauche in den Bundesländern eine starke politische Mitte, so Frei. Alles andere wirke sich auf die Stabilität des Landes aus. Davon hänge ab, mit welcher Kraft man die anstehenden Reformen angehen könne.
Auf die Frage, ob er sich als Fraktionschef auch als möglicher Kanzlernachfolger sehe, antwortete Frei, er sehe sich „als Fraktionsvorsitzender“. Die Frage stelle sich zudem nicht. Die Fraktion habe ihn mit großer Mehrheit in ein Amt gewählt, das er persönlich als Traumjob bezeichne. Auf den Erfolg der Koalition wolle er sich konzentrieren – auch, um das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen.
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